Hufrehe, Cushing, EMS ? ... was jetzt ???

 
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Mein Pferd ist an Hufrehe erkrankt und wie kann ich ihm jetzt helfen ???
 
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Fructan - Wetter - Warnung (Gelesen: 22579 mal)
Pony
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12. Mai 2006 um 08:00
 
Witterungsbedingungen
Pflanzen-Reaktion
Rehegefahr
Kaltes Wetter, Nachtfrost
Kein Pflanzenwachstum, aber Fruktanspeicherung
mittel
Kaltes Wetter, Sonnenschein
Hohe Photosynthese (Energieproduktion)in den Gräsern, massive Speicherung von Fruktan
 
extrem
Bedeckter Himmel,trocken
geringe Photosynthese
abnehmend
Warmes Wetter,bedeckt,Feuchtigkeit
geringe Photosynthese und gleichzeitig Wachstum und Abbau der Fruktanspeicher
gering
Warme Nacht, sonniger Tag
Wachstum hat Fruktan verbraucht, Neubildung durch Photosynthese
Vormittag gering
,
erhöht ab Mittag


Aus diesem Grund sollten rehegefährdete Pferde keinesfalls an einem frostigen und noch dazu sonnigen Morgen auf die Weide gelassen werden.
Bei diesem Wetter sind die höchsten Fructankonzentrationen zu erwarten.

Vorsicht Falle: Satte hohe Wiesen schätzen viele Pferdehalter als gefährlicher ein, abgemähte dagegen als unbedenklich.
Nach dem augenblicklichen Stand der Dinge kann dies aber genau umgekehrt sein. ... Da in den Grashalmen Fructan in wesentlich höheren Konzentrationen gespeichert wird als in den Blättern, nehmen Pferde, die auf eine frisch abgemähte Weide kommen, unter Umständen wesentlich mehr Fructan auf, als auf einer natürlich abgegrasten gut gepflegten Weide mit entsprechend hohem Blattanteil. Die stark abgegraste Weide istpro Kilogramm Futter eher gefährlicher, da das Gras keine Blätter mehr hat und sich in den verbleibenden Halmresten überproportional viel Fruktan anreichert

Der September steht wieder vor der Tür und mit diesem Monat steigt auch wieder die Gefahr der Hufreheerkrankung. In diesem Monat sorgt Mutter Natur noch einmal für einen reich gedeckten Tisch-Gräser schiessen jetzt noch einmal ordentlich und bilden auch sehr hohe Mengen an Fruktanen. Leider wissen noch immer viel zu wenig Pferdehalter von diesem Umstand. Kopiert also diese Mitteilung und fügt sie in Euren Mails oder in andere Foren ein. Ihr könnt dadurch helfen, weitere Hufrehefälle zu vermeiden.



Nicht nur der Fruktangehalt sondern die absolut aufgenommene Menge an Gras mit allgemein hohem Energiegehalt kann eine Rehe auslösen. Das ist in der Auswirkung ähnlich, wie wenn ein Pferd unkontrolliert den Futterwagen plündert!


Endlich wieder Weidezeit aber auch Fruktanzeit

http://www.hufreheforum.de/cgi-bin/yabb/YaBB.pl?num=1174552270/0#0

dazu auch hier
http://www.landwirtschaftskammer.de/landwirtschaft/tierproduktion/pferdehaltung/...
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Antwort #1 - 12. Mai 2006 um 08:06
 
Und noch eine Warnung, die gerade im Frühjahr wichtig ist: Jede plötzliche Futterumstellung kann die Darmflora durcheinander bringen und die Voraussetzung für eine Rehe schaffen. Besonders gefährdet sind Pferde die schon einmal eine Hufrehe hatten oder zum Metabolischen Syndrom neigen bzw. Cushing haben. Die Anpassung an eine neue Futtersituation dauert mindestens eine Woche. Also immer langsam an die Weide gewöhnen, auch wenn nur wenig Fruktan im Gras zu erwarten ist!

Ein zunehmendes Problem mit Fruktan könnte sich auf Grund von modernem Saatmaterial für Gräser entwickeln. Modernes Saatgut ist auf die Bedürfnisse der Rinderhaltung optimiert, d. h. es besteht ein Bestreben möglichst hohe Konzentrationen an leicht verfügbaren Kohlenhydraten in den Gräsern zu erzielen. Dies alleine ist für die meisten Pferdebestände schon wenig wünschenswert. Als Nebeneffekt treten dann auch noch höhere Fruktangehalte auf als in herkömmlichen Gräsern.

In unseren Breitengraden spielt eine gewisse Rolle, dass Gräser oft kälte- und frostunempfindlicher sein müssen als in warmen klimatischen Abschnitten und Fruktane von der Natur vermutlich als eine Art Frostschutz einsetzt werden. D. h. Gräser, die in unserem Klima gut gedeihen, sind tendenziell stärker Fruktanbelastet. Die Saatgutzucht scheint dies auch zu fördern. Probleme treten hier natürlich nur bei Neuansaaten oder Nachsaaten auf. In der Regel stehen Pferdeweiden aber schon lange, so dass ein traditioneller Grasbestand noch vorwiegt.

Fruktan ist nicht der einzige Faktor bei der Auslösung von Rehe auf der Weide. Es gibt viele Faktoren, die einzeln oder zusammen eine Rehe auf der Weide auslösen. Vermutlich ist es bei uns in Europa eher ein Mix aus verschiedenen Faktoren als das Fruktan alleine, was die Hufrehe auslöst.



Wie sollte man sich nun Verhalten:

Da das Gras nicht immer gleich gefährlich ist, kann man durch entsprechendes Management die gefährdeten Pferde vor den kritischeren Zeitabschnitten und Weidebedingungen zu schützen versuchen. Die Rehegefahr durch Fruktane besteht generell über das ganze Jahr hinweg, schwankt aber wie beschrieben entsprechend der Witterung und Tageszeit.

   
Anhaltspunkte

Generell muss man bei Pferden mit Vorerkrankungen (Metabolisches Syndrom, Cushing, Hufrehe) besonders vorsichtig sein
Man sollte jeglichen drastischen Futterwechsel vermeiden.
Wann immer Gras gestresst ist, ist erhöhte Vorsicht geboten oder besteht Weideverbot
Bei starken kurzfristigen Klimaschwankungen mit Auswirkung auf das Gras (besonders im Frühjahr und Herbst) steigt die Gefahr erheblich
Bei Tagen nach Nachtfrost oder Temperaturen knapp über Gefrierpunkt (bis 5°) wird das Gras gefährlich
Am Nachmittag und Abend an einem kalten, trockenen sehr sonnigen Tag kann es kritisch werden
Auf überweideten oder frisch abgemähten Weiden ist das Gras ebenfalls gestresst
Trockenheit oder mangelnde Düngung sind Stressoren für Gras
Gras, das zu blühen beginnt, ist zwar eine Delikatesse aber gefährlich und sollte bei gefährdeten Pferden gemieden werden

 

 

Prinzipiell sollte man gefährdete Pferde (wenn alle anderen Faktoren berücksichtigt sind!) eher zu Tageszeiten auf die Weide schicken
zu denen die Photosynthese reduziert ist (bei Dunkelheit/Bewölkt) und
das Pflanzenwachstum begünstigt ist (Wärme und Feuchtigkeit hoch).
Bei entsprechenden Witterungsbedingungen kann es somit sinnvoll sein die Pferde spät nachts oder sehr früh am Morgen auf die Weide zu schicken und am Vormittag, wenn die Sonneneinstrahlung zunimmt, von der Koppel zu holen.



 

Die sicherste Weide hinsichtlich Fruktan:

Früher Morgen nach einer Nacht mit Temperaturen deutlich 5°C in einer Wachstumsphase des Grases mit gut ausgebildeten grünen Blättern.

Die gefährlichsten Bedingungen hinsichtlich Fruktan:

Später Nachmittag oder Abend an einem sonnigen Tag, wenn das Gras vor oder in der Blüte steht, wenn das Gras stark gestresst ist oder zu jeder Tageszeit, wenn die Nachttemperaturen unter 5°C lagen.


Das Patentrezept gibt es nicht und wie so häufig machen neu Erkenntnisse Entscheidungen nicht leichter.

Kohlenhydrate:

Pflanzen bilden durch Fotosynthese Energieträger, die in Form von Kohlehydraten (Zuckern oder Ketten aus Zuckermolekülen) abgespeichert oder zwischengespeichert werden. In Samen bzw. Getreidekörnern liegen diese Kohlehydrate in Form von Stärke vor, im Gras wird diese Energie häufig in Form von Fructan abgelegt. Stärke und Fructan bestehen aus einer Kette von Zuckermolekülen.

Einfache Zuckermoleküle sind relativ klein und dienen daher vor allem als bewegliche Energieträger. Die wesentlich größeren und komplizierteren Polysaccharide dienen abhängig von ihrer Größe als Speicher oder Zwischenspeicher von Energie.



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Antwort #2 - 12. April 2008 um 17:05
 
Morgens aus dem Bette springen und das Pferd zur Koppel bringen.
Ab Mittag steigt der Zucker munter, das Pferd muss von der Wiese runter.
Wenn Frost Fruktane wachsen lässt, wird das Weiden ausgesetzt.

Ein Tag Pause oder zwei, sonst eilt die " Rehe schnell herbei."
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Antwort #3 - 30. Mai 2011 um 09:00
 
Als Beispiel soll hier die Hufrehe durch Grünland dienen. Im Pferd kommt es zu folgenden Prozessen:
Das Pferd nimmt im Tagesverlauf große Mengen von Gras auf, das hohe Mengen an Fruktanen enthält. Diese Kohlenhydrate dienen in der Pflanze unter anderem der Speicherung und dem Transport, sind aber für Pferde nur schwer verdaulich.
Bei Stress wie Trockenheit oder Kälte bilden Gräser besonders viel Fruktane. Die körpereigenen Enzyme des Dünndarmes können die Fruktane nur unvollständig zerlegen. Daher gelangen sie in den Dickdarm mit seinen Gärkammern. Dort stören die Fruktane das dortige ökologische Gleichgewicht der Mikroorganismen: Einige dieser Symbionten können sich massenweise vermehren, weil sie die Fruktane verwerten können. Sie bauen sie zu organischen Säuren ab. Der pH-Wert des Darmes sinkt von normal 6,5 auf bis zu 4,0 ab. Das bewirkt ein Massensterben von Mikroorganismen. Die Darmschleimhaut wird durch den sauren Wert geschädigt.


Schließlich können schädliche Abbauprodukte und Zellwandbausteine der toten Mikroorganismen über die geschädigte Darmwand in die Blutbahn gelangen. Das Immunsystem ist in Alarm, es kann zu schockartigen Zuständen kommen, die Durchlässigkeit der Blutgefäße verändert sich. Feine Blutgefäße werden verstopft. Betroffene Gewebe schwellen an, in der Huflederhaut kommt es zur so genannten Hufrehe. Es findet eine allergische Sensibilisierung statt, die für die weitere Haltung des Pferdes problematisch ist.

Fruktane, in botanischer Literatur teilweise auch als Laevane bezeichnet, sind in Gräsern völlig normale Bausteine. Es handelt sich dabei um einen Sammelbegriff, der unterschiedlich lange Fructosyl-Zucker bezeichnet. Bekannt sind der Phlein-Typ in Gräsern und der Inulin-Typ in Korbblütlern (Dahlie, Topinambur, Löwenzahn, Chicoree). Entscheidend ist die Menge, in der diese schwer verdaulichen Kohlenhydrate vorkommen. Die Konzentration ist nicht konstant, sondern abhängig von Grasart, Zuchtsorte, Boden und Klimabedingungen, also Temperatur, Sonneneinstrahlung, Niederschlag und Luftfeuchtigkeit, und kann beträchtlich schwanken.

Einige Beispiele:
Knaulgras enthält pro Kilo Trockenmasse Gras nur 8 Gramm bei Wärme (11 bis 25 Grad Celsius) 130 Gramm bei niedrigen Temperaturen (5-10 Grad Celsius). Wiesenschwingel enthält bei warmen Temperaturen kein Fruktan, bei 5 bis 10 Grad Celsius 220 Gramm; Deutsches Weidelgras enthält 10 bis 210 Gramm; in Lieschgras konnten Konzentrationen von 2 (Wärme) bis 111 Gramm (Kälte) pro Kilo Grastrockenmasse nachgewiesen werden.

Wie sind diese Werte für Pferde einzustufen?
Als Auslöser klinischer Hufrehe rechnet man mit 7,5 Gramm Fruktan pro Kilogramm Lebendgewicht (LG) des Pferdes, als kritisch gelten bereits 5 Gramm/Kilogramm LG. Ein Pferd frisst pro Tag ca. 2 bis 2,5 Prozent seines LG als Trockensubstanz. Frisches Gras enthält etwa 20 Prozent Trockensubstanz.

Angenommen, ein Pferd wiegt 500 Kilogramm und frisst am Tag 500 mal 2,5 Prozent = 12,5 Kilogramm Trockensubstanz Gras, entsprechend 62,5 Kilogramm frischem Gras. Bei ungebremster Fressleidenschaft in 24 Stunden durchaus ein möglicher Wert.
Dann hätte dieses Pferd bei dem Weidelgras aus der Tabelle unter kalter Witterung 12,5 x 210 : 500 = 5,25 Gramm Fruktan pro Kilogramm LG aufgenommen und liegt dann im kritischen Bereich. Zwar frisst das Pferd diese Menge über 24 Stunden verteilt und nicht auf einen Schlag. Doch gibt es unterschiedlich empfindliche Tiere und unterschiedlich effektive Verdauungstypen.

Bekannt ist, dass hochleistungsfähige tetraploide (verdoppelter Erbgutsatz, entsprechend wie bei den Getreiden) Weidelgräser im Schnitt höhere Fruktanwerte zeigen als normale diploide Sorten.
Von Bedeutung für das Pferd ist, dass kurzkettige Fruktane von den Mikroorganismen des Darmes schneller verarbeitet werden können, während langkettige nur langsam aufgeschlossen werden. Daher sind Erstere besonders gefährlich in Bezug auf Hufrehe.
Auch Rinder können Klauenrehe bekommen, die bei ihnen jedoch zumeist die Hinterbeine betrifft. Doch haben Rinder ihre Gärkammern mit den Mikroorganismen bereits zu Beginn des Verdauungskanals, in den Mägen, die für die Verwertung offensichtlich gerüstet sind.

http://www.pferdeleben.de/haltung/VFD-Artikel-MagerePferdeweideContraHufrehe.htm
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Jimmy
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Antwort #4 - 31. Mai 2011 um 08:11
 
Nach neuesten wissenschaftlichen Studien zerstört Fruktan nicht nur die Darmflora, sondern das Fruktan geht auch durch die Darmwand direkt ins Blut und läßt sich dort nachweisen.

Bereits 7,5g pro kgKG im Blut löst Hufrehe aus.
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Antwort #5 - 31. Mai 2011 um 21:31
 
Ich glaub immer noch, dass manche (empfindliche bzw. stoffwechselgestörte) Pferde schon von weitaus geringeren Mengen Fructan Reheschübe bekommen. Oder es ist doch (noch) was anderes.....
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Antwort #6 - 01. Juni 2011 um 13:21
 
Ja sicher.... das beruht ja darauf, das mit dieser Menge bei sonst gesunden Pferden bereits Hufrehe ausgelöst wurde. Sorry, hatte ich vergessen zu schreiben
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Antwort #7 - 14. Juni 2011 um 22:18
 
Eine durch Fructan im Gras ausgelöste Hufrehe äussert sich - so die Angaben der Biologin auf dem letzten Kurs - IMMER zuerst in extremem Durchfall. Wie Wasser schiesst es hinten raus.
Fehlt dieses Symptom ist es in den allermeisten Fällen auf eine andere Ursache zurück zu führen...
Wer diesen Durchfall mal erlebt hat, weiss was sie damit meint.
Meine hatten ihn, als ich das Mutterkorn auf den Ähren der Mähwiese hatte und davon gefüttert hab - weil ich es einfach nicht bemerkt habe damals...!
SO einen Durchfall hatte ich davor noch nie. Und glücklicherweise ist meinem Rehepferd trotz dieses Vergiftungsdurchfalles nichts weiter passiert, kein erneuter Reheschub dadurch.
Aber ich wusste beim Vortrag, welche Art Durchfall sie meint...
Wenns Rehe gibt, dann könnte das auch von den Wirtschaftsgräsern her kommen die mit Endophyten infiziert sind.
Gerade nach so einer extremen Stressphase mit der langen Trockenheit wäre der erste Aufwuchs danach besonders gefährlich!
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Pony
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Antwort #8 - 10. September 2011 um 12:11
 
Der September steht wieder vor der Tür und mit diesem Monat steigt auch wieder die Gefahr der Hufreheerkrankung. In diesem Monat sorgt Mutter Natur noch einmal für einen reich gedeckten Tisch-Gräser schiessen jetzt noch einmal ordentlich und bilden auch sehr hohe Mengen an Fruktanen. Leider wissen noch immer viel zu wenig Pferdehalter von diesem Umstand. Kopiert also diese Mitteilung und fügt sie in Euren Mails oder in andere Foren ein. Ihr könnt dadurch helfen, weitere Hufrehefälle zu vermeiden.
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fladi
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Antwort #9 - 17. März 2012 um 13:26
 
Hallo

Wie sieht es mit Pferden/Ponys aus, die das ganze Jahr auf der Koppel leben ( Offenstall )? Ein Pony das vor zwei Jahren den letzten Reheschub hatte und im Sommer ein Green Gard trägt? Macht es Sinn die Koppel stundenweise zu zu machen? eigentlich nicht, oder? Die Weide ist zimlich runter gefressen, da die Ponys ja das ganze JAhr drauf stehen....
Sollte man das Green Gard jetzt schon anziehen?
Danke schon mal für die Info...
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di78
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Antwort #10 - 17. März 2012 um 16:11
 
hallo,
Zitat:
Der KLeine hatte jetzt zwei JAhre keine Schübe mehr, also wird ihm dieses Jahr auch nix passieren, wenn man ihm sein Green Gard anzieht?

so pauschal kann man das leider nie sagen.
tagsüber bei sonnenschein wird das fructan gebildet und gespeichert, nachts wird es durch das wachstum verbraucht. wachsen und fructan verbrauchen kann das gras aber nur wenn es a) warm genug ist (über 8-10C°) und b) genügend feuchtigkeit im boden ist.
also wäre morgens/vormittags (wenn a)+b) zutreffen) theoretisch das gras am fructanärmsten.
es spielt aber auch eine rolle was für gras auf der weide steht, z.b. eher fructanreiche gräser oder ist der bewuchs eher mager und kräuterreich. Lange trockenzeiten bei starkem sonnenschein beseuten auch einen hohen fructangehalt im gras. Bei ex-rehepferden musst du das alles bedenken und daran die weidezeit anpassen bzw. vorsichtshalber vielleicht auch mal ganz aufs auf die weide lassen verzichten.
untersuchungen zeigen, dass im frühjahr und im herbst das gras tendenziell die höchsten fructanwerte hat.
lg dina 
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Antwort #11 - 17. März 2012 um 18:44
 
Oje, dann muss ich den Armen alleine einsperren, denn mein Pony kann ich leider nicht den ganzen Tag drinnen lassen, der würde ausflippen.
Die Besitzerin vom Isi hat mir jetzt gesagt, dass sie die Weide nicht wegen der Rehegefahr zu machen möchte, sondern weil der Isi mit dem Green Gard kein Heu fressen kann, bzw. zu wenig. Aber wenn wir im Stall sind und ihn in der Zeit Heu fressen lassen, sei das zu wenig. Es ist echt kompliziert, entweder muss mein Pony dann ebenfalls eingesperrt werden oder wir müssen die Beiden trennen, was auch doof ist.
Können die mit Green Gard wirklich zu wenig Heu fressen?
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Antwort #12 - 11. April 2012 um 13:37
 
mal wieder hochhole zu dieser Zeit !!
bitte paßt auf eure Pferde auf !!!

lg
Petra
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Antwort #13 - 28. September 2012 um 10:32
 
Ich finds echt toll , das ihr darauf hinweist und aufklärt. Man kann es nicht oft genug sagen und wie oft hört man die Leute die sagen, wie kann da eine Rehe kommen der stand doch auf so kurzen Gras  Augenrollen
Habe es auch in entsprechenden Plattformen weiter gegeben und hoffe das so möglichst viele Pferde verschont bleiben. Huferehe ist so schrecklich anzuschauen weinend
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Zahra
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Antwort #14 - 13. August 2014 um 12:47
 
Zitat:  Da in den
Grashalmen
Fructan in wesentlich höheren Konzentrationen gespeichert wird als in den
Blättern
, nehmen Pferde, die auf eine frisch abgemähte Weide kommen, unter Umständen wesentlich mehr Fructan auf, als auf einer natürlich abgegrasten gut gepflegten Weide mit entsprechend hohem Blattanteil.


Dieser Satz enthält ein Fehler. Eigentlich sind doch die Blätter saftig grün und die langen Halme rohfaserreich und hart. Beim Mähen entfernt man die Graßhalme und übrig bleiben die jungen Blätter. Deshalb ist Heu nach dem 1 Schnitt weicher und energiereicher. Bitte korrigiert den obrigen Satz, da er wiedersprüchlich ist.  Laut lachend
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Teddy
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Versuch macht klug...


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Antwort #15 - 13. August 2014 um 14:06
 
Auf einer FRISCH abgemähten Wiese bleiben keine Blätter übrig, da ist alles ratzekahl abgemäht! Bis auf die kurz gescnittenen Halme, da die Messer nicht direkt am Boden schneiden können.

Den 2ten Schnitt macht man erst Wochen später, wenn die Wiese wieder nachgewachsen ist. Erst dann sind wieder Blätter vorhanden. Und wenn der Aufwuchs beste Bedingungen vorfindet, sogar schon mal Blütenansatz.
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Jerziba's Cushing Geschichte
   
Diskussion


Aktueller Gesundheitszustand:
Pferd ist für ihren Zustand normal belastbar.  Selten bzw. wetterbedingt noch mal hinten rechts etwas Probleme nach der Trittverletzung auf der Kruppe sowie wetterbedingt Matschkot und Kotwasser.

Das Pferd wird gearbeitet:
5mal pro Woche. Wir gehen 45-90 Minuten zügig spazieren bzw. 30 Minuten Longenarbeit/Bodenarbeit. Gelegentlich reite ich auch mal bis zu 20 Minuten, je nachdem, wie sie es anbietet. Geht wieder fleißig vorwärts, obwohl sie sehr schlecht nur noch sehen kann.

ACTH Aug. 2017 = 53
         Aug. 2016 = 48,
         Dez. 2015 = 83, Jan. 2016 = 19
         Nov. 2014 = 63, Anfang 2013 = 12,9
Pergolid 1 mg.

Fütterung:
4 mal Heu, 1,2 l Eggersmann Revital, 1 l Mühldorfer Low Glycaemic, 400 gr Rübenschnitzel, 130 gr Sojaschrot,  1,8 l Luzerne, 1/2 Apfel, einige Möhren, einige rote Beete, einige Leckerli, über 6 Grad 15 Min. Grasen.
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